Download zum Tod: illegales Streaming treibt Jugendliche in den Selbstmord
Download zum Tod: illegales Streaming treibt Jugendliche in den Selbstmord

Download zum Tod – Cybercrime‑Krimi über tödliche Musikdownloads

Kurzkrimi über Internet und tödliche Musik in Köln

Beschreibung des Inhalts von: Download zum Tod: Krimi aus Köln

Abends in Köln: Der Schüler Jürgen Buttgereit hört abends zu Hause am Smartphone Musik. Bis hierhin ein Abend wie jeder Andere. Aber dann geht Jürgen auf das Dach seines Hauses und stürzt sich in den Tod. Es sieht aus wie ein Selbstmord. Aber warum? Eine Frage, die Kommissar Schmidtke von der Mordkommission ratlos hinterlässt. Als sich eine junge Frau von einer Brücke in den Tod springt, wächst der Druck auf die Polizei. Was hat zwei junge Menschen in den Tod getrieben, die weit entfernt von Gedanken an Selbstmord waren? Schmidtke schaltet den neuen Kollegen Reuber ein, der in Sachen Kriminalität im Internet ermittelt. Reuber findet tatsächlich eine Gemeinsamkeit: in beiden Fällen hatten die Todesopfer gerade ein Musikstück aus dem Internet heruntergeladen und gehört, als sie in den Tod sprangen. Was hat es mit diesem Musikstück auf sich? Reuber wagt den Selbstversuch… 

Download zum Tod: Eine schwarze Geschichte über Jugendliche, die ihre Musik in der Welt des Internet finden. Und über Verlierer, denen Streaming Plattformen den Job genommen haben.

Buchdetails zu: Download zum Tod: Krimi aus Köln

Autor:
Thomas Berscheid
Preis:
0,99 € inkl. Mehrwertsteuer
Anzahl Seiten:
23
Genre:
Krimi
Typ:
E-Book
ISBN 10:
3759213847
ISBN 13:
9783759213846

Das Wichtigste in Kürze

  • Download zum Tod erzählt von einer mysteriösen Serie junger Menschen, die sich nach dem Hören eines bestimmten Musikstücks das Leben nehmen. Was zunächst wie eine Reihe tragischer Einzelfälle wirkt, entpuppt sich als ein Muster: Alle Opfer hatten kurz zuvor denselben Song aus einer anonymen Quelle im Netz heruntergeladen – und alle hörten während ihres Todes eine Stimme, die sie zu ihrem letzten Schritt drängte.
  • Die Ermittler Schmidtke und Reuber stoßen bei der Analyse der Rechner auf eine unsichtbare Spur im digitalen Untergrund. Ein unbekannter Rechner, der sich heimlich in das Netz eines Providers eingeklinkt hat, verbreitet ein manipuliertes Musikstück, in dem eine versteckte Botschaft steckt. Diese stammt aus einer alten japanischen Mythologie und scheint die Hörer in einen tranceartigen Zustand zu versetzen, der sie zu extremen Handlungen treibt.
  • Während die Polizei versucht, die Quelle des tödlichen Downloads zu finden, kommt es zu weiteren dramatischen Vorfällen. Ein junges Mädchen überlebt einen Sprung von einer Brücke, und die Ermittler erkennen, dass ihnen die Zeit davonläuft. Die Spur führt schließlich zu einem verlassenen Bürogebäude, in dem der Täter seinen Rechner versteckt hat – doch er bleibt zunächst ungreifbar.
  • Der Roman verbindet digitale Abgründe, psychologische Manipulation und klassische Ermittlungsarbeit zu einem modernen Krimi, der zeigt, wie gefährlich die unscheinbaren Wege des Internets werden können, wenn jemand sie für dunkle Zwecke nutzt.

Leseproben zu: Download zum Tod

Jürgen Buttgereit starrte auf den Bildschirm und streifte die Asche von seiner Selbstgedrehten ab. Den ganzen Abend lang hatte er schon vor dem Rechner gesessen und hatte immer noch das Kribbeln in den Fingern. Erst vor wenigen Tagen hatte er den neuen DSL-Anschluss bekommen. 50 Megabit pro Sekunde im Download. Was hatte er sich nicht alles ausgerechnet! In weniger als einer halben Stunde hätte er Troja heruntergeladen und bräuchte nicht mehr rüber ins Cinedom, um sich Brad Pitt mit dem Schwert anzusehen. Bei Koozoo hatte er sich in die Liste eingetragen, aber noch hatte kein anderer User den Film im Angebot.

Er sog den letzten Zug an Nikotin aus dem Stummel und drückte den Rest der Zigarette im überfüllten Unterteller aus. Er stand auf, öffnete das Fenster und lies eine Rauchschwade auf den Ring hinaus wallen.

Der Schrei einer sterbenden Frau lies ihn zusammenfahren. Sein Rechner sagte ihm, das ein Download bei Koozoo zu Ende gegangen war. Es war der neueste Hit von Hubert F., „Lucky only with me“. Letzte Woche bei RTL in der Casting Show neu vorgestellt, nun schon auf Platz 1 der RTL-Charts. Jürgen klickte auf das Stück, speicherte ihn auf der dritten Festplatte in seinem Rechner, auf der noch ein weiteres Terabyte nach Downloads lechzte.

Der Real Player öffnete sich, die ersten Schläge des Drum Computers fetzten in Jürgens Kopfhörer, dann die Stimme des 18-jährigen. Singen konnte er zwar nicht, aber das war ohnehin nicht das Wichtigste.

Eine Minute verging. Jürgen sog die sanfte Luft der beginnenden sommerlichen Nacht ein, die durch das Fenster in sein Zimmer strömte. Da irgendwo hinter der Tür saßen seine Eltern und sahen sich das Traumschiff oder Richterin Barbara Gewäsch an. Er warf einen Blick auf die Liste der downloads, die noch offen waren.

Dann blickte Jürgen plötzlich auf. Eine Botschaft durchströmte seinen Körper. Es war nicht Hubert F., der da sang. Es war sein eigenes Ich, dass plötzlich zu ihm redete. „Jürgen, du bist es! Du kannst es!“ sagte die Stimme in seinem Inneren. Jürgen stand auf, gehorchte der Stimme in seinem Inneren, denn noch viel tiefer in sich spürte er, dass es diese Stimme war, die ihn glücklich machen werde.

Es ging auf 1 Uhr in der Nacht zu. Er öffnete leise die Tür seines Zimmer, warf einen Blick in den Flur. Aus dem Wohnzimmer drangen warme Farbtöne der Klinik unter Palmen, vor denen seine Mutter gerade von einem Leben in der Karibik träumte. Sein Vater schnarchte jetzt bestimmt schon im Bett, hören konnte er es nicht, denn er hatte Hubert F. weiter im Ohr seines drahtlosen Kopfhörers. Leise nahm Jürgen seinen Schlüssel vom Schlüsselbrett. Leise drückte er den Riegel der Wohnungstür beiseite und schlüpfte in den Flur. Er hörte das Klacken der Lichtanlage nicht, als sie das Treppenhaus den alten Hauses in Gang setzte.

„Jürgen, erfülle dir den größten Traum deines Lebens!“ hauchte die Stimme in seinen Ohren.

Jürgen ging die zwei Treppen hoch bis zu der Tür, die auf das Flachdach des Wohnhauses führte. Der Schlüssel seines Vaters passte. Frische Nachtluft schlug Jürgens Nase entgegen, ein Sternenhimmel wölbte sich zwischen den Wolkenfetzen über seinem Kopf. Er hätte hören können, wie der Kies auf dem Flachdach unter seinen Schuhen knirschte, wenn er nicht Hubert F. in der Endlosschleife in seinem Ohr gehabt hätte.

Der Weg endete an der Kante, hinter der es 6 Stockwerke nach unten ging.

„Du kannst fliegen, Jürgen!“ sagt die Stimme in seinem Kopf. „Du schaffst es! Du musst es nur wollen!“ Immer weiter heizte die Stimme Jürgen an.

Er machte einen kleinen Schritt nach vorne. Unter ihm breitete sich der Hansaring aus, schräg gegenüber blinkten die orangen Werbebotschaften von Saturn. Schräg gegenüber standen ein paar Studenten vor einem hell erleuchteten Laden und schaufelten sich eine Pizza in den Mund.

„Flieg, Jürgen, flieg!“ hauchte ihm die Stimme zu. „Flieg! Jetzt! Du kannst es!“

Und Jürgen glaubte es jetzt.

Er sprang.

Marita Evers hatte einen langen Tag hinter sich. Den ganzen Tag hatte sie bei Karstadt versucht, Socken an den Mann zu bringen. Dann auch noch bis um 1 Kellnern in der Distel. Sie kramte zwischen Lippenstift, Pfefferspray und Tampons in ihrer Handtasche nach dem Haustürschlüssel, was im Halbdunkel der Straße nicht ganz einfach war. Sie zirkelte um die Studenten herum, die sich nach der Pizza noch ein Kölsch zogen. Dann war sie wieder alleine auf dem Gehweg unterhalb der Häuser aus der Gründerzeit und dem Wiederaufbau.

Mehr im Unbewussten nahm Marita das Rauschen eines Gegenstandes wahr, der die Luft zerschnitt. Sie wollte nach oben sehen, aber da klatschte schon etwas vor ihr auf das Pflaster des Hansarings. Ein paar Zähne verließen den Kopf des Menschen vor ihr, ein Schneidezahn prallte gegen ihre Wange. Sie schrie erschrocken auf. Sekunden später sah sie, dass der dunkle Gegenstand ein Mensch war. Atmen konnte er nicht mehr. Jürgen Buttgereit war tot.

FAQ um Kriminalroman Download zum Tod von Thomas Berscheid

  • Der Roman erzählt von einer mysteriösen Serie von Selbstmorden, die alle mit einem bestimmten Musik‑Download zusammenhängen. Die Polizei entdeckt, dass ein manipuliertes Musikstück Menschen in den Tod treibt.

  • Jürgen ist ein junger Mann, der nach dem Download eines Songs in eine tranceartige Manipulation gerät und sich vom Dach seines Hauses stürzt. Sein Tod löst die Ermittlungen aus.

  • Koozoo ist die Plattform, über die alle Opfer das tödliche Musikstück heruntergeladen haben. Sie wird zum zentralen Ermittlungsansatz der Polizei.

  • Schmidtke ist ein erfahrener Kriminalbeamter, Reuber ein Spezialist der Internetwache. Gemeinsam decken sie die digitale Spur hinter den Todesfällen auf.

  • In der Datei ist eine versteckte, hypnotische Botschaft eingebettet, die Hörer in eine suizidale Trance versetzt und sie zu gefährlichen Handlungen animiert.

  • Die IP‑Adresse führt zu einem anonymen Rechner, der sich heimlich in das Netz eines Providers einklinkt. Von dort wird das manipulierte Musikstück verbreitet.

  • Auch Reuber gerät in die gefährliche Trance und versucht sich zu verletzen, bevor Schmidtke eingreift. Dadurch wird klar, wie mächtig die Manipulation ist.

  • Die versteckte Botschaft im Song basiert auf Samurai‑Ehrenkodex‑Texten, die den Hörer zu einem „ehrenhaften“ Selbstmord auffordern.

  • Marina ist ein weiteres Opfer, das nach dem Download eines Songs von einer Brücke springt, aber überlebt. Ihr Fall bestätigt die Verbindung zwischen Musik und Manipulation.

  • Durch die Analyse der IP‑Adresse, die Überwachung eines Bürogebäudes und die Auswertung der Rechner der Opfer gelingt es, den Standort des Täters einzugrenzen.

  • Er nutzt ein verlassenes Büro, einen anonymen Netzwerkzugang und hinterlässt keinerlei Spuren. Seine Vorgehensweise ist technisch ausgefeilt und extrem vorsichtig.

  • Journalisten versuchen, die Fälle mit Internet‑Selbstmordgruppen zu verbinden, was die Ermittlungen erschwert und zusätzlichen Druck erzeugt.

  • Der Roman deutet an, dass der Täter eine Faszination für japanische Kultur, Ehrenkodex und digitale Manipulation hat — eine gefährliche Mischung aus Ideologie und Technik.

  • Digitale Abhängigkeit, Manipulation, Medienkritik, Polizeiarbeit, psychologische Kontrolle und die Gefahren anonymer Internetstrukturen.

  • Der Titel beschreibt die zentrale Mechanik der Handlung: Ein einfacher Musik‑Download wird zum Auslöser tödlicher Ereignisse und zeigt, wie gefährlich digitale Inhalte sein können.

Information zu Download zum Tod und Pilzen

Das Ebook “Download zum Tod” ist eine der Geschichten in unserer Krimisammlung “Pilze”. Mehr erfahren Sie hier:

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